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Die
Pfarrstationen
Nach
meiner Priesterweihe verbrachte ich meine Vikarszeit in
Marsberg und in Witten. Wie die meisten Vikare habe ich mich in
dieser Zeit schwerpunktmäßig mit der Messdiener-, Kinder- und
Jugendarbeit beschäftigt.
Die
nächsten acht Jahre war ich dann in der Gemeindeleitung
verantwortlich für drei Gemeinden im märkischen Sauerland:
Affeln, Altenaffeln und Blintrop. Sie alle gehören zur Stadt
Neuenrade. In dieser Zeit steckte ich viel Energie in die
Renovierung aller drei Kirchen.
Es
folgten acht weitere Jahre in der Seelsorge der Pfarrgemeinde
St. Kunibertus in Wenden-Hünsborn und seit der Gründung des
Pastoralverbundes Biggetal im Jahr 2001 auch der Leitungsdienst
für vier weitere Gemeinden in der Nachbarschaft. In dieser Zeit
habe ich mich besonders darum bemüht, die Kooperation im
Pastoralverbund zu fördern.
Die
Steckenpferde
Natürlich gibt es Dinge, die mir besonders am Herzen liegen. Da
ist zunächst mein Engagement bei der Feuerwehr. Es war Zufall,
dass gerade ich nach einer Brandkatastrophe als Seelsorger
gerufen wurde. Aber daraus entwickelte sich ein neues Hobby. Ich
ließ mich zum Fachberater Seelsorge der Feuerwehr ausbilden und
engagierte mich außerdem als aktiver Feuerwehrmann in der
freiwilligen Feuerwehr. Zur psychosozialen Einsatznachsorge
meiner Feuerwehrkameraden kam später die Beauftragung als
Polizeipfarrer und damit die Sorge für die Polizeibeamten in der
Kreispolizeibehörde Olpe hinzu.
Über
die Jahre habe ich mich immer wieder gern der
Kommunionvorbereitung gewidmet.
Ich
gehöre zu den Mitautoren der beim deutschen Katechetenverein
erschienenen „Weggottesdienste in der Kommunionvorbereitung“.
Und natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass hier in Schloß
Neuhaus die Kommunionvorbereitung nach eben diesen Prinzipien
erfolgt. Wir erklären unseren Kindern in Weggottesdiensten die
unterschiedlichen liturgischen Zeichen der heiligen Messe wie
z.B. Kreuzzeichen, Gabenbereitung, Friedensgruß und andere, üben
sie ein und feiern sie miteinander. Dadurch soll erreicht
werden, dass Kinder und Eltern in der heiligen Messe vor allem
mit dem Herzen dabei sein können.
Wichtig sind mir außerdem der Gedankenaustausch und das
gemeinsame Gebet mit meinen Priesterkollegen. Deshalb treffe ich
mich einmal im Monat in der Priesterbruderschaft Jesus Caritas.
Wir kommen im Geist Charles des Foucaulds zusammen, teilen das
Wort Gottes und reflektieren das eigene Leben im so genannten
Bruderschaftsgespräch.
Die
Leitgedanken
Welche
Gedanken begleiten mich durch mein Leben – auch an dieser Stelle
möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick geben:
Weil
mir mein Dienst für die Gemeinde so wichtig ist, habe ich als
Primizspruch einen Satz aus dem 2. Korintherbrief gewählt: „Wir
verkündigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als
den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen.“ Dieser
Leitgedanke ist unter dem Kelch eingraviert, mit dem ich
regelmäßig Eucharistie feiere.
Über
die Jahre sind weitere Betrachtungen hinzugekommen, die für mein
Leben entscheidend und wichtig sind. So zum Beispiel „Die Freude
am Herrn ist unsere Kraft.“ (vergl. Neh 8,10).. Das erinnert
mich immer wieder daran, dass Evangelium frohe (!) Botschaft
bedeutet. Ich wünsche mir, dass Glaubensfreude bei allen
Problemen und Sorgen, bei allen Schattenseiten des Alltags in
der Gemeinde Jesu spürbar ist. Deshalb steht dieses Zitat unter
meiner Opferschale.
In
diesem Sinne freue ich mich immer wieder, wenn die Gemeinde
zusammenkommt, gemeinsam mit mir die Eucharistie feiert und
dabei die Freude über unseren Glauben erlebbar wird.
Seien
auch Sie eingeladen!
Ihr
Peter Scheiwe
Jörg
Klose , Pastor im Pastoralverbund
Liebe Gemeinde,
geboren und aufgewachsen bin ich in der
Propsteigemeinde St. Magnus Niedermarsberg. Von dort führte mich
mein Weg zunächst nicht in die weite Welt, sondern ich blieb in
Westfalen und studierte an der Theologischen Fakultät in
Paderborn. Später ging es an die Ludwig-Maximilians-Universität
nach München.
Mit der Diakonenweihe, die mir der frühere
Weihbischof Reinhard Marx in Olpe spendete, trat ich meine
ersten Einsatzorte an: die Selige-Adolph-Kolping-Gemeinde in
Attendorn und die St.-Margaretha-Gemeinde in Attendorn-Ennest.
Im Jahr 1999 wurde ich vom damaligen
Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt zum Priester
geweiht. Von Attendorn führte mich mein Weg in die St.-Severinus-Gemeinde
in Wenden, wo ich vier Jahre als Vikar wirkte. An diese
Tätigkeit schlossen sich fünf Jahre im Pastoralverbund Bigge an.
Neben den Gemeindeaufgaben war ich noch Dekanatsjugendseelsorger
für das Dekanat Bigge-Medebach und hatte mehrmals einen
Lehrauftrag für das Fach katholische Religion an der dortigen
Realschule inne.
Im Jahr 2008 setzte ich meine pastorale
Tätigkeit im Pastoralverbund Schmallenberger Land fort, erst als
Vikar und nach einem Jahr Pastor im Pastoralverbund.
Als mich der Personaldezernent im
Erzbischöflichen Generalvikariat im Frühjahr 2011 fragte, ob ich
mir einen Stellenwechsel in den Pastoralverbund Schloß Neuhaus
vorstellen könne, habe ich nach einer Zeit des Bedenkens
zugesagt.
In den Tagen des Übergangs zwischen zwei
Stellen ist mir das Wort des Gesellenvaters Adolph Kolping sehr
wichtig geworden. Dieser sagt: „Gott stellt jeden dorthin, wo er
gebraucht wird!“ In der Hoffnung, dass ich in den Gemeinden des
Pastoralverbundes gebraucht werde, will ich mich mit ganzer
Kraft den neuen Aufgaben stellen.
So grüße ich Sie alle sehr herzlich und
freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. Den Kolpingschwestern
und – brüdern ein herzliches: Treu Kolping!
Ihr
Jörg Klose
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